Alexander Jusa
Alexander Jusa kam am 2. April 1903 in Bals, Rumänien, als viertes von sechs Kindern zur Welt. Seine Eltern waren die gebürtige Regensburgerin Maria Schmid und der Schneider Alexander Jusa (*31.08.1862). Diesen hatte die Mutter 1895 im Alter von 20 Jahren in Bals geheiratet.
Im August 1910 verließ Familie Jusa Rumänien und siedelte sich in Regensburg in der Schottenstraße 3 an. Nach seiner Schulzeit erlernte der junge Alexander den Beruf des Konditors, sein älterer Bruder Karl trat in die Fußstapfen des Vaters und wurde ebenfalls Schneider. Vater Alexander verstarb im Januar 1920, Mutter Maria konnte mit ihren sechs Kindern in der Wohnung im Erdgeschoss wohnen bleiben.
Aus medizinischen Gründen wurde Alexander, der ledig geblieben war, 1932 in die Heil- und Pflegeanstalt Karthaus-Prüll eingewiesen. 1940 entschied die Gutachter-Kommission in Berlin, Tiergartenstraße 4, dem Leben von zahlreichen Personen mit physischen und psychischen Beeinträchtigungen ein Ende zu setzen. Daraufhin musste Alexander Jusa im November die Einrichtung verlassen, er wurde in die Tötungsanstalt Hartheim bei Linz „verlegt“, in einer Gruppe von 117 Personen per Bus dorthin deportiert. Dort wurde Alexander Jusa im Alter von 37 Jahren ermordet.