portrait_female_adault_thumb.b99bec118f70ba2209ff8adcf4eee6e9

Anna Lochner

Anna Lochner wurde am 3. Oktober 1907 in Hemau geboren. Ihre Eltern Franz und Anna Lochner waren katholischen Glaubens.

Von Beratzhausen kommend, wo sie vermutlich ihre erste Arbeitsstelle hatte, zog Anna Lochner 1924 nach Regensburg. Sie nahm eine Stelle als Dienstmädchen bei Dr. Wiedmann an, dem Direktor der städtischen Nahrungsmitteluntersuchungsanstalt, in dessen Privatwohnung in der Weißenburgstraße 6 sie ein Zimmer bewohnte. Nach einem Jahr beendete sie jedoch das Arbeitsverhältnis und zog um. Sie blieb ledig.

Anna Lochner wurde im August 1933 in die Heil- und Pflegeanstalt Karthaus-Prüll eingewiesen, um nach einer Woche wieder entlassen zu werden. Anscheinend dauerten ihre gesundheitlichen Probleme an, denn bereits im darauffolgenden Monat wurde sie wieder in der Heil- und Pflegeanstalt aufgenommen. Dort verblieb sie ohne weitere Unterbrechung bis November 1940.

Im selben Jahr entschied die Gutachter-Kommission in Berlin, Tiergartenstraße 4, dem Leben von zahlreichen Personen mit physischen und psychischen Beeinträchtigungen ein Ende zu setzen. Dem ersten Transport, der Regensburg am 4. November 1940 verließ, gehörten 117 Patienten an, darunter 34 Frauen. Anna Lochner war eine von ihnen. Mithilfe von Kohlenmonoxid wurden sie in der Gaskammer der Tötungsanstalt Hartheim umgebracht. Anna Lochner wurde 33 Jahre alt.

Sie haben weitere Information über diese Person?

Kontaktieren Sie uns gerne

Kontakt