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Isidor Heller

Isidor Heller wurde am 23. April 1878 in Kirchenlaibach geboren. Er arbeitete als Briefmarkenhändler und war mit Karolina Heller verheiratet. Sie hatten zwei Söhne. Ludwig überlebte in Israel, Karl wurde mit seinen Eltern am 2. April 1942 nach Piaski/Polen deportiert und in Vernichtungslagern umgebracht.

Zur Verlegung der Stolpersteine für die Familie kam auch die Enkelin Dalia Blumenthal in Begleitung aus München, die persönliche Worte an die Ermordeten richtete:

Liebe Großeltern, lieber Karl,

Endlich, nach langen 65 Jahren gibt es für Euch ab heute eine winzige Erinnerung in Form eines Stolpersteines. Jeder, der an eurem Haus vorbeigeht, soll wissen, dass es einmal euer Haus war, in dem ihr glücklich wart bis zu dem Tage, an dem ihr nach Piaski deportiert wurdet. Eigentlich wolltet ihr Deutschland nie verlassen, es war eure Heimat, euer Zuhause, und doch der 2. April 1942 beendete alles, euer Leben und was ihr einmal geschaffen hattet.

Karl, du hattest schon alle Formalitäten erledigt, du und die Großeltern wollten zu Ludwig, deinem Bruder, nach Israel. Doch es war zu spät. Ich weiß, dass du nach Stuttgart solltest und von da aus weiter nach Israel, doch hier reißt die Verbindung ab, und ich weiß nicht, wo ich eure Spuren noch verfolgen könnte. Warum konntet ihr Euch nicht retten?

1955 kam ich mit meinen Eltern und meiner Schwester Ruthi hierher. Unsere Wurzeln ließen sich nicht verleugnen. Wir bezogen den ersten Stock dieses Hauses, das einmal meinen Großeltern gehört hatte und ich kann mich noch gut an den Vorgarten erinnern, der voller wunderschöner Rosen war.

Heute legen wir drei Schwestern Euch zu Ehren und zu Eurem Gedenken Rosen vor Eurem Haus nieder und denken an Euch. Ihr seid nicht vergessen.

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