Henriette Benario
Henriette (auch: Jette oder Jenny, wie ihre Familie sie nannte) Benario wurde am 23. Mai 1874 in Thalmässing/Lkr. Roth als Henriette Schwarz geboren. Sie lebte mit ihren Eltern – dem Kaufmann Hermann Schwarz und seiner Frau Fanny, geborene Niedermeier – in Obernbreit bei Hilpoltstein.
Am 10. Mai 1899 heiratete sie den Kaufmann Sigmund Benario, geboren am 13. März 1858 in Würzburg. Zunächst wohnte sie mit ihrem Mann in Solingen, ehe sie nach Würzburg zogen, wo Sigmund am 16. Mai 1915 im Alter von 57 Jahren starb. Demzufolge wurde sie früh Witwe. Auf Kinder gibt es keinerlei Hinweise.
Am 1. August 1915 zog Henriette Benario von Würzburg nach Regensburg in den zweiten Stock der Ludwigstraße 8 – zu Schwarz, vermutlich Verwandte. Auf ihrer Kennkarte wird sie als „Kleinrentnerin“ bezeichnet. Vermerkt wurde auch: „Sie ist Preußin“. Am 8. März 1922 zog sie in den ersten Stock der Landshuter Straße 14. Im Januar 1939 erfolgte ein weiterer Umzug in die Von-der-Tann-Straße 29, 3. Stock. Dort gewährte sie übrigens Henriette Bomeisl Unterkunft.
Im Alter von 66 Jahren zog Henriette Benario am 23. Februar 1940 in das jüdische Altersheim in der Weißenburgstraße 31. Am 23. September 1942 wurde sie von dort in das KZ Theresienstadt deportiert. Als Todestag wurde der 21. Februar 1943 vom Sonderstandesamt in Arolsen in Hessen nachträglich – am 17. Februar 1960 – beurkundet (Abtl. 1, Jg. 1969, Nr. 112).