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Max Uhlfelder

Max Uhlfelder kam am 18. Mai 1865 in Regensburg zur Welt als Sohn des Kaufmanns Seligmann Uhlfelder und seiner aus Breslau stammenden Frau Pauline Uhlfelder, geborene Weil.

Max entstammte der weitverzweigten Kaufmanns- und Bankiersfamilie Uhlfelder, die aus dem fränkischen Wilhelmsdorf nach Regensburg gekommen war. Beispielweise war Dr. Julius Uhlfelder zeitweise Vorsitzender der Jüdischen Gemeinde gewesen.

Er blieb unverheiratet und hatte keine Nachkommen. Sein einziger Bruder kam 1872 zur Welt und verstarb noch im gleichen Jahr. Er arbeitete als Prokurist bzw. Modewarenkaufmann im Geschäft in der Unteren Bachgasse/Hinter der Grieb 2, dem heutigen Lampenladen Blochberger und Weiß. Das florierende Tuch- und Modewarengeschäft vergrößerte sich und zog schließlich in die Geschäftsräume der ehemaligen Residenz des Fürstprimas von Dalberg am Domplatz 6 um. Seinen Wohnsitz im Anwesen Hinter der Grieb 2 behielt Max Uhlfelder aber bei, das bis 1920 einem Familienmitglied gehörte und im selben Jahr in den Besitz des Apothekers Michael Bayer aus München überging. Max Uhlfelder selbst hatte den Verkauf vermittelt. Zusammen mit seiner Haushälterin bewohnte er bis 1942 den 3. Stock des Gebäudes.

Bekannt ist außerdem: Am 2. Oktober 1911 erhielt er das sogenannte Bürgerrecht gegen eine Gebühr von 60 Goldmark und 1926 war er einer von 108 wahlberechtigen Israeliten unter 514 in Regensburg. Mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten änderte sich das Leben der jüdischen Bevölkerung auch in Regensburg deutlich. Unter anderem zwangen Max die Nationalsozialisten, den Zusatznamen „Israel“ zu führen (20. Januar 1939).

Am 23. Dezember 1942 deportierten die Nazis 117 Männer und Frauen, fast ausschließlich Senioren in einem Alter von über 60 Jahren, nach Theresienstadt. Dem Transportführer wurde die Liste der Namen in zweifacher Ausfertigung mitgegeben, darunter fand sich auch der Name Max Uhlfelder. Er war zu diesem Zeitpunkt 77 Jahre alt und musste für seine Reise in den Tod 56 Reichsmark zahlen. Der von Festungswällen umgebene Ort Theresienstadt war von der Außenwelt abgeschlossen. Während es 1931 ungefähr 7000 Einwohner zählte, wurden im Herbst 1942 auf gleichem Raum über 50.000 Juden eingepfercht. Viele der nach Theresienstadt verschleppten alten Menschen starben noch im Jahre 1942. Max Uhlfelder wurde dort am 18. Januar 1943 von der SS ermordet.

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