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Philomena Zankl

Philomena Zankl wurde am 27. Oktober 1912 in Regensburg geboren und katholisch getauft. Ihre Eltern Kaspar und Philomena Zankl hatten sechs Kinder – ein Mädchen starb bereits im Alter von zwei Monaten.

Im Jahr 1910 zog Familie Zankl von Steinweg nach Regensburg in die Wollwirkergasse 11, damals ein Bauernhof. Der Meldekarte zufolge war der Vater Ökonom, die Mutter wiederum verstarb, als Philomena zwei Jahre alt war. Ihr Vater heiratete schließlich erneut: Mit seiner zweiten Frau, Anna Kagerer, hatte er weitere sechs Kinder. Philomena wurde angewiesen, ihrer Stiefmutter im Haushalt zur Hand zu gehen und sich um die jüngeren Geschwister zu kümmern.

Als 16-Jährige wurde Philomena Zankl als „Fürsorgezögling“ erstmals in die Heil- und Pflegeanstalt Karthaus-Prüll aufgenommen. Nach mehr als 20 Monaten wurde sie im August 1931 von dort in eine psychiatrische Einrichtung in München verlegt. Vom 16. Januar bis zum 21. März 1935 fand ein zweiter Aufenthalt in der Heil- und Pflegeanstalt Karthaus-Prüll statt. Philomena Zankl wurde „gebessert“ nach Lauterhofen verlegt, das keine Heil- und Pflegeanstalt, kein Krankenhaus, sondern eine karitative Pflegeanstalt war.

Im Oktober 1936 kehrte sie nach Regensburg zurück. Bis zu ihrem gewaltsamen Tod im November 1940 verblieb sie in der Heil- und Pflegeanstalt Karthaus-Prüll. Von der T4-Kommission wurde sie für den ersten Sammeltransport am 4. November 1940 in die Tötungsanstalt Hartheim selektiert, deportiert und dort ermordet. Philomena Zankl wurde 28 Jahre alt.

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