Max Nußbaum
Max Nußbaum wurde am 10. September 1893 in Herleshausen geboren. Sein Vater Meier Nußbaum war Kaufmann. Im Jahr 1919, nach Ende des Ersten Weltkriegs, siedelt sich Max Nußbaum in Regensburg an, um sich beruflich und privat ein eigenes Leben aufzubauen. Im Jahr 1925 heiratet er in Öhringen Paula Thalheimer, die sieben Jahre jünger ist als er. Ab 17. Juni 1925 ist das junge Paar in der Wöhrdstraße 1 gemeldet, ein Jahr später in der Walderdorffstraße 4a. Dort wird Tochter Ruth im Januar 1928 geboren. Max Nußbaum führt bis November 1938 ein Kurzwarengeschäft in der Schäffnerstraße 18. Nach dem erzwungenen Verkauf des Geschäftes bezieht Familie Nußbaum eine Wohnung im zweiten Stock des Anwesens in der Unteren Bachgasse 12–14. Frühmorgens am 2. April 1942 musste sich die dreiköpfige Familie Nußbaum auf dem Platz der abgebrannten Synagoge in der Schäffnerstraße einfinden. Laut den Bestimmungen des nationalsozialistischen Regimes durfte jede Person einen Koffer, Rucksack und Gartenwerkzeuge mitnehmen, vorgeblich, um ein neues Leben im Osten Europas aufzubauen. Doch die Reise mit weiteren mehr als 100 Personen endete in Piaski, einem Städtchen in der Nähe von Lublin. Ob Max, Paula und die kleine Ruth Nußbaum an Krankheit, Hunger und Erschöpfung starben oder von Einheiten der SS ermordet wurden, ist unbekannt.