Ernst Leopold Bayer
Ernst Leopold Bayer lebte mit seiner Familie in Stadtamhof. Wie seine ganze Familie wurde er am 2. April 1942 nach Piaski deportiert. Dort wurde der Achtjährige ermordet.
Sein Vater, Eugen Bayer, war Kaufmann und hatte einen Großhandel für Landmaschinen in Stadtamhof 26 vom Vater übernommen. Die Firma wurde 1938 liquidiert; auch sie war betroffen gewesen von der bekannten Judenhetze wie zum Beispiel „wer bei Juden kauft, ist ein Verräter am eigenen Volke“.
In der Folge musste die Familie in die nahe gelegene Wassergasse umziehen. Bevor die Familie Bayer am 2. April 1942 nach Piaski verschleppt wurde, war sie noch in die Schäffnerstraße 22 umgesiedelt worden. Eugen und Martha Bayer hatten den achtjährigen Sohn Ernst Leopold katholisch taufen lassen, doch auch dies konnte eine Deportation der gesamten Familie nicht verhindern.