Hannchen Walz
Hannchen Walz wurde am 11. August 1864 in Aufhausen/Württemberg geboren. Sie heiratete mit Anfang zwanzig den fünf Jahre älteren Jakob Walz (*26. Juli 1859), zusammen hatten sie drei Kinder:
– Saly, die am 10. Juli 1888 zur Welt kam, und später verheiratet (Familienname Würzburger) in Stuttgart wohnte.
– Emil wurde zwei Jahre nach Saly, am 17. Juli 1890, geboren. Er lebte in Neustadt/Aisch.
– Irma, geboren am 20. Juni 1901. Sie wurde Köchin und arbeitete zuletzt in einem jüdischen Krankenhaus in München.
Über das weitere Schicksal der Kinder ist leider nichts bekannt. Jakob Walz, Hannchens Mann, stirbt im Alter von 70 Jahren am 16. Januar 1929 in Gunzenhausen. Hannchen war bis Oktober 1939 in Stuttgart gemeldet. Vielleicht wohnte sie dort bei ihrer Tochter Saly.
Am 27. November 1939 zog Hannchen Walz von Stuttgart nach Regensburg in das jüdische Altenheim in der Weißenburgstraße 31. Sie kam zu einem Zeitpunkt in das Heim, wo die dortigen Lebensumstände noch einigermaßen erträglich gewesen sein werden – verglichen mit den Bedingungen 1941/1942. Warum es überhaupt zu dem Umzug von Stuttgart nach Regensburg kam, kann nicht nachvollzogen werden.
Am 23. September 1942 wurde Hannchen Walz von Regensburg aus nach Theresienstadt deportiert und verlor dort am 28. Januar 1943 ihr Leben. Laut der Todesfallanzeige aus Theresienstadt war die Todesursache „Marasmus“, was jedoch sehr häufig angegeben wurde. Unklar ist, warum in ihrer Anzeige Würzburg als letzter Wohnort aufgeführt wird.
Quellen:
– Stadtarchiv Regensburg
– Stadtarchiv Stuttgart
– Holocaust.cz
– Todesfallanzeige Theresienstadt