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Henriette Benario

Henriette (auch: Jette oder Jenny, wie ihre Familie sie nannte) Benario wurde am 23. Mai 1874 in Thalmässing als Henriette Schwarz geboren. Seit 1915 lebte sie in Regensburg. Am 23. September 1942 wurde sie nach Theresienstadt deportiert, wo sie am 21. Februar 1943 starb.
 
Thalmässing ist ein kleines Dorf zwischen Hilpoltstein und Greding in Franken. Mit ihren Eltern, dem Kaufmann Hermann Schwarz, und ihrer Mutter Fanny, geb. Niedermeier, wohnte sie in Obernbreit bei Hilpoltstein. Am 10. Mai 1899 heiratete sie mit 25 Jahren den Kaufmann Sigmund Benario, der am 13. März 1858 in Würzburg geboren worden war. Zunächst wohnte sie mit ihrem Mann in Solingen. Danach zogen sie nach Würzburg, wo ihr Mann am 16. Mai 1915 mit 57 Jahren starb. Sie wurde früh Witwe. Von Kindern gibt es keinen Hinweis im Familienarchiv des Stadtarchivs in Regensburg.
 
Am 1. August 1915 zog Henriette Benario von Würzburg nach Regensburg in die Ludwigstr. 8, 2. Stock, zu Schwarz, vermutlich zu Verwandten. Auf ihrer Kennkarte wird sie als „Kleinrentnerin“ bezeichnet. Auch wurde vermerkt „Sie ist Preußin“. Am 8. März 1922 zog sie in die Landshuter Str. 14, 1. Stock. Im Januar 1939 erfolgte ein weiterer Umzug in die Von-der-Tann-Str. 29, 3. Stock. Dort hat sie auch Henriette Bomeisl Unterkunft gewährt.

Im Alter von 66 Jahren zog die Witwe am 23. Februar 1940 in das jüdische Altersheim in der Weißenburgstr. 31. Am 23. September 1942 wurde sie im Alter von 68 Jahren nach Theresienstadt deportiert. Der 21. Februar 1943 wurde vom Sonderstandesamt in Arolsen in Hessen am 17. Februar 1960 (Abtl. 1, Jg. 1969 Nr. 112) nachträglich als Todestag beurkundet.

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