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Johann Igl

Johann Igl kam am 28. November 1912 in Schirndorf/Kallmünz zur Welt und wohnte die letzten drei Jahre seines Lebens in Regensburg. Der gelernte Schneider konnte in Kriegszeiten aufgrund eines Herzfehlers nicht zur Wehrmacht eingezogen werden. Er musste deshalb als Luftschutzpolizist in Regensburg dienen, dazu war er Hilfsmesner in St. Emmeram.

Nach dem Luftangriff auf Regensburg in der Nacht vom 25. Februar 1944 soll er zu Kameraden sinngemäß gesagt haben: „Findet sich denn keiner, der Hitler beseitigt?“ Anonym wurde er daraufhin bei der Gestapo denunziert und am 27. Juli 1944 für drei Monate in die Regensburger Haftanstalt eingeliefert. In der Hauptverhandlung vor dem SS- und Polizeigericht Nürnberg wurde er am 20. September 1944 zum Tode verurteilt und am 3. Oktober 1944 in die Abteilung SS-Straflager im KZ Dachau gebracht.

Nach seiner Verurteilung zum Tode gab es mehrere Gnadengesuche seiner Familie, jedoch ohne Erfolg. Von Dachau wurde Johann Igl in die Augustenburg nach Regensburg zurückgeführt; am 21. April 1945 erhielt er die Mitteilung, dass er am Abend gehängt werde. Seine Frau durfte ihn noch kurz in seiner Zelle besuchen und sich von ihm verabschieden.

Da sich seine Kameraden der Luftschutzpolizei weigerten, das Urteil zu vollstrecken, übernahm ein Exekutionskommando aus dem KZ Flossenbürg die Durchführung. Die komplette Einheit der Luftschutzpolizei musste Johann Igls Hinrichtung durch den Strang mit ansehen.

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