Samuel Vorchheimer
Samuel Vorchheimer [auch: Forchheimer] wurde am 4. März 1891 als Sohn eines Viehhändlers in Thüngen in Unterfranken geboren. Vor diesem Haus erinnern wir an die Familie Vorchheimer. Sie bestand, bevor sie 1942 nach Piaski deportiert wurde, aus fünf Personen: Samuel Vorchheimer, seiner Frau Therese, deren Mutter Hedwig Schoen und den beiden Kindern Inge und Norbert. Ab Mai 1919 in Regensburg gemeldet, wohnte er in der Reichsstr. 7 und betrieb eine Eier- und Geflügelhandlung in der Gumpelzheimerstr. 13b. Am 15. Februar 1928 heiratete er Therese Schoen, die am 21. Juni 1901 in Forth, in der Nähe von Erlangen-Höchststadt geboren wurde. Das Ehepaar lebte zunächst in der Reichsstr. 31 und ist ab 1934/35 in der Gumpelzheimerstr. 13b, dort, wo sich auch die Geflügelhandlung befand, als wohnhaft gemeldet. Am 23. März 1932 wurde Tochter Inge, am 13. Dezember 1933 Sohn Norbert geboren. Im Juli 1934 zog die Mutter von Therese Vorchheimer, Frau Hedwig Schoen, zu ihrer Tochter nach Regensburg. Geboren wurde Hedwig Schoen am 2. Juli 1879 in Hüttenbach bei Hersbruck als Hedwig Sternberger. Sie lebte später mit ihrem Mann Ludwig, einem Viehhändler, in der jüdischen Gemeinde Forth. Ludwig Schoen verstarb im Februar 1930 in Forth. Die nun fünfköpfige Familie Vorchheimer/Schoen wohnte laut Melderegister ab 1936/37 in der Herrichstr. 5. Alle Familienmitglieder wurden im April 1942 nach Piaski deportiert. Wo und wann sie starben bzw. ermordet wurden, ist nicht bekannt.