Selmar Nattenheimer
Am 14. Juni 1885 wurde Selmar Nattenheimer als erstes Kind in Fürth geboren. Selmar Nattenheimer entstammt einer angesehenen Kaufmannsfamilie. Sein Vater Jacob Nattenheimer wurde in Thalmessing in Mittelfanken am 26. Mai 1840 geboren. Er heiratete 1879 Mina Bayersdorfer in Nürnberg. Sie war am 20 Oktober 1855 in Schnaittach geboren worden. Das Ehepaar lebt zunächst in Fürth und zog dann nach Regensburg.
Selmar hatte zwei Geschwistern, seine am 27. September 1883 geborene Schwester Jenny und sein Bruder Heinrich, geboren am 27. März 1881. Nach dem Umzug nach Regensburg wurde am 19. Oktober 1899 das Heimatrecht in Regensburg gegen Zahlung von 40 Mark erworben, eine Woche später am 26.Oktobern 1899 das Bürgerrecht. Selmar Nettenheimer wohnte in der Landshuter Straße. Sein Vater starb 1908 in Regensburg, seine Mutter 1927. Selmar Nattenheimer wurde Kaufmann, er war zunächst bis 1930 in Fürth tätig, danach in Regensburg. Unter den 53 namentlich bekannten Regensburger Israeliten, die am Ersten Weltkrieg teilnahmen, wird Selmar Nattenheimer nicht genannt. Ob er Soldat war, wissen wir nicht. Am 23. September 1942 wurde Selmar Nattenheimer nach Theresienstadt deportiert. Er starb 1944 in Auschwitz.