Josef Eibl
Josef Eibl wurde 1902 geboren. Er wurde 1940 in die Heil- und Pflegeanstalt Karthaus-Prüll zwangseingewiesen. Am 2. Mai 1942 wurde er nach Hartheim „verlegt“ und am gleichen Tag im Rahmen der „Aktion T4“ ermordet.
Josef Eibl wurde 1902 geboren. Er wurde 1940 in die Heil- und Pflegeanstalt Karthaus-Prüll zwangseingewiesen. Am 2. Mai 1942 wurde er nach Hartheim „verlegt“ und am gleichen Tag im Rahmen der „Aktion T4“ ermordet.
Jenny Einstoß kam am 21. Juli 1877 als Tochter des Kaufmanns Samuel Jakob und seiner Frau Dorothea, geb. Samolewitz, in Regensburg zur Welt. Sie war verheiratet mit Paul Einstoß, geboren am 25. Oktober 1871 in Kurzany (Galizien). Das Ehepaar lebte zuerst in Augsburg. Laut Einbürgerungsurkunde der Regierung von Schwaben vom 9. April 1920 wurde die Familie Einstoß als bayerische Staatsbürger eingebürgert.
Sohn Fritz wurde am 6. Februar 1904 in Augsburg geboren. Aus den Vermerken in seinem Meldebogen ist zu entnehmen, dass er in den Jahren 1926/27 auf Reisen war. Danach ist über sein Schicksal nichts mehr bekannt.
Familie Einstoß war zeitlebens viel unterwegs. So zog sie von Augsburg nach Hannover und von dort 1913 nach Regensburg in die Guerickestraße 1a/I. Dann wechselte sie innerhalb von Regensburg ihren Wohnsitz, ging anschließend auf Reisen und wohnte ab 1927 wieder in Augsburg und Kaufbeuren.
Schon mit 54 Jahren wurde Jenny Einstoß Witwe. Ihr Mann Paul starb am 13. Juli 1931 in Augsburg. Ein halbes Jahr später zog Jenny Einstoß zurück nach Regensburg, zog jedoch innerhalb der Stadt immer wieder um. Unterbrochen von kurzen Aufenthalten in Österreich und der Schweiz 1932 und Italien 1937 wechselte sie in Regensburg von 1932 bis 1939 18-mal ihren Wohnsitz. Es gab einzelne Familien, bei denen sie wiederkehrend für kurze Zeit unterkommen konnte. So war sie öfter in verschiedenen Häusern in der Wahlenstraße, vor allem aber bei Familie Dobmeier in der Wahlenstraße 9/III (fünfmal), am Watmarkt, in der Krebsgasse, in der Tändlergasse und in der Schäffnerstraße an diversen Adressen.
Ab dem 15. April 1939 wohnte sie in der Schäffnerstraße 2 in der Israelitischen Kultusgemeinde. Am 2. April 1942 wurde Jenny Einstoß im Alter von 65 zusammen mit vielen anderen Personen von hier aus nach Piaski deportiert. Der Eintrag im Melderegister lautet: „Nach unbekannt m. Ab. 2.4./4.4.42 verzogen.“
Quelle: Stadtarchiv Regensburg
Emma Röderer wurde am 14.2.1885 in Cham (aus Deggendorf) geboren. Emma, geb. Neuburger, war verheiratet mit Leopold Röderer. Sie wurde am 29.5.1942 aus Deggendorf in der Jüdischen Gemeinde Regensburg, Schäffnerstraße 2 (heute Am Brixener Hof 2) zwangseinquartiert. Emma Röderer wird 1944 in Auschwitz ermordet.
Leopold Röderer wurde am 12.4.1876 in Schmieheim geboren. Er war verheiratet mit Emma Röderer. Vom 12.11. – 20.11.1938 war er im KZ Dachau inhaftiert. Er wurde am 29.5.1942 aus Deggendorf in der Jüdischen Gemeinde Regensburg, Schäffnerstraße 2 (heute Am Brixener Hof 2) zwangseinquartiert. Am 26.01.44 wurde Leopold Röderer in Theresienstadt ermordet.
Sara Hartmann wurde am 24. August 1878 in Krefeld als Sara Bruckmann geboren. Sie starb 1942 in Piaski.
Nach dem Tod ihres Mannes lebte Sara Hasse weiter in Neunburg vorm Wald. Später zog sie mit dem Witwer Moritz Hartmann zusammen. 1939 zogen beide nach Regensburg in die Schäffnerstraße 2, wo sie am 3. März 1939 heirateten. Im April 1942 wurden beide nach Piaski deportiert und ermordet.
Moritz Hartmann wurde am 7. Mai 1876 in Neuern in Böhmen geboren. Im April 1942 wurde er nach Piaski deportiert und ermordet.
Der Kaufmann lebte mit seiner ersten Ehefrau Josefine, geb. Hahn, in Kötzting, wo am 24. Dezember 1901 die gemeinsame Tochter Anna geboren wurde. Die Familie Hartmann zog später nach Neunburg vorm Wald, wo ihr Sohn Paul Ernst am 19. Dezember 1913 zur Welt kam. Am 28. November 1933 starb Josefine Hartmann.
Anna Hartmann heiratete den Tschechen Paul Behal und zog mit ihm nach Prag. Von dem Leben ihres Bruders ist nichts bekannt.
Moritz Hartmann lebte nach dem Tod seiner Frau mit der Witwe Sara
Hasse zusammen und zog mit ihr 1939 aus Neunburg vorm Wald nach Regensburg in die Schäffnerstraße 2, wo sie am 3. März 1939 heirateten. Im April 1942 wurden sie nach Piaski deportiert und ermordet.
Seligmann Haas wurde 1861 in Oberlaunigen geboren. Er wurde vermutlich 1942 nach Regensburg zwangsumgesiedelt und im Brixener Hof 2, heute Standort der neuen Synagoge, untergebracht. Zusammen mit weiteren 30 Personen wurde er am 23. September 1942 nach Theresienstadt deportiert und dort am 8. September 1943 ermordet.
Antonie Firnbacher wurde 1870 in Treuchtlingen als Antonie Lang geboren. Sie wurde vermutlich 1942 aus Straubing nach Regensburg zwangsumgesiedelt und im Brixener Hof 2 untergebracht. Zusammen mit weiteren 30 Personen wurde sie am 23. September 1942 nach Theresienstadt deportiert.
Emma Bloch wurde 1867 in Reichenberg (jetzt Liberec/Tschechische Republik) als Emma Löwe (auch: Löwy) geboren. Sie wurde vermutlich 1942 aus Waldsassen nach Regensburg zwangsumgesiedelt und im jüdischen Gemeindehaus am Brixener Hof 2 untergebracht. Zusammen mit 30 weiteren Menschen wurde sie am 23. September 1942 nach Theresienstadt deportiert und ermordet.