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Hannchen Rosenwald

Hanna, genannt Hannchen, Rosenwald wurde am 15. März 1886 in Braunsbach als Hanna Strauß geboren.

Sie war verheiratet mit Leopold Rosenwald und bekam mit ihm drei Töchter, die alle in Sulzbürg zur Welt kamen. Um 1920 zog sie mit ihrer Familie nach Regensburg in die Ludwigstraße 8. Leopold gründete dort einen Textilgroßhandel, der 1933 in Konkurs ging. Fortan betrieb sie mit ihm und Tochter Cesi einen sogenannten Manufakturenwarenhandel, bis 1938 jüdische Gewerbebetriebe allgemein verboten wurden. Die Familie musste dann aus ihrer Wohnung in ein „Judenhaus“, Gesandtenstraße 10, umziehen. Von dort aus wurde sie am 4. April 1942 mit dem ersten Sammeltransport von Regensburg in das Transit-Ghetto Piaski deportiert.

Über die drei Töchter ist bekannt:

  • Edith, *18.02.1910, heiratete 1939 Dr. Carl Jakob Michel. Sie bekamen einen Sohn, der jedoch gleich nach der Geburt starb. Edith war Diabetikerin und hatte als Jüdin keine Milchzuteilung bekommen, wie es sonst für Schwangere üblich war.
  • Cecilie, genannt Cesi, *27.11.1911, lernte Modistin und arbeitete im väterlichen Geschäft mit.
  • Hedwig, *25.05.1914, emigrierte 1933 über Holland nach Palästina. Dort heiratete sie 1936 den aus Gießen stammenden Hans Stern. Sie hatten zwei Kinder: Michael und Hannah. Die Familie zog vermutlich 1954 nach New York, wohin Schwiegervater Ludwig Stern 1949 aus Gießen emigriert war, nachdem er das KZ überlebt hatte. Hedwig starb 2010 in New York. Zu Michael und Hannah besteht seitens der Stolperstein-Initiative Regensburg Kontakt.

 

Quellen:
– Gedenkbuch (Bundesarchiv)
– Stadtarchiv Regensburg
– U. Schroeter, Gießen
– Siegfried Wittmer: „Regensburger Juden“

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