Heinrich Weiherer
Heinrich Weiherer wurde am 8. Juni 1913 in Reinhausen geboren. Seine Eltern Johann und Theresa Weiherer stammten aus Bernhardswald und wohnten seit 1906 in der Wieshuberstraße. Sein Vater, ein Tagelöhner, wurde als Soldat im Ersten Weltkrieg eingezogen und fiel 1915 in Flandern. Seine Mutter versuchte mit 5 Kindern alleine das Leben zu meistern und verstarb drei Jahre später, im Jahr 1918. Heinrich war zu diesem Zeitpunkt 5 Jahre alt.
Zwei Jahre später erlebte er einen weiteren Schicksalsschlag: sein Bruder Franz Xaver starb im Alter von 9 Jahren.
Im Alter von 12 Jahren siedelte Heinrich nach München um, ab 1926 besuchte er die Landesblindenanstalt. Drei Jahre später, 1929, kehrte Heinrich nach Regensburg zurück und lebte im Jugendheim der Salesianer in der Weitoldstraße 3.
Aus medizinischen Gründen wurde Heinrich im Mai 1930 in die Heil- und Pflegeanstalt Reichenbach eingewiesen. Von dort wurde er in die Heil- und Pflegeanstalt Karthaus-Prüll verlegt. Er wurde auf Anordnung der Gutachter-Kommission in Berlin als „lebensunwert“ eingestuft und am 5. August 1941 in die Tötungsanstalt Hartheim bei Linz gebracht. Dort wurden er und die übrigen 139 Patienten am Tag der Ankunft in der Gaskammer ermordet. Er wurde 28 Jahre alt.