Jeanette Bomeisl
Jeanette Bomeisl wurde am 5. April 1893 in Regensburg geboren. Sie war unverheiratet und arbeitete als Angestellte. Am 2. April 1942 wurde sie von Regensburg aus nach Piaski deportiert und dort ermordet.
Jeanette Bomeisl war die – so steht es in ihrer Kennkarte – „illegale Tochter“ von Elisabetha Bomeisl, auch Elise genannt. Die Mutter, geb. am 18. März 1864, war die Tochter von Sigmund Bomeisl und seiner Ehefrau Sophie, geb. Bayersdorfer.
Sigmund Bomeisl, der Großvater von Jeanette, war Kaufmann und erhielt „gemäß Magistratsbeschluß vom 26. November 1869 das Bürgerrecht in der Stadt Regensburg mit der Heimat daselbst für sich und seine Familie“. Das ist dokumentiert im Familienbogen im Stadtarchiv in Regensburg.
Ihr Onkel Leopold Bomeisl, geb. 24. Februar 1877, der Bruder ihrer Mutter Elise, lebte wohl kurz in Regensburg und ist ebenfalls 1943 in Sobibor gestorben.
Jeanette hatte noch einen – ebenfalls unehelichen – Bruder namens Johann. Jeanette war unverheiratet und arbeitete als Angestellte. Sie wird im Familienarchiv des Stadtarchivs Regensburg als „Privatiere“ bezeichnet. Belegt ist, dass sie mit ihrer Mutter Elise Bomeisl seit dem 11. Mai 1925 am Watmarkt 7, 2. Stock, wohnte.
Als die Mutter am 25. April 1938 im Alter von 74 Jahren starb, konnte Jeanette nicht mehr in der Wohnung bleiben. Es ging ihr finanziell nicht gut, so dass sie sich keine eigene Wohnung mehr leisten konnte. Es sind einige Adressen bekannt, wo Jeanette unterkommen konnte, aber immer nur
für ein paar Tage oder eine Woche. Belegt ist Von-der-Tann-Str. 1 im 3. Stock bei Hirschfeld. Oder Fröhliche Türkenstr. 5, 1. Stock bei Weißmann. Oder Untere Bachgasse 12-14, 1. Stock bei Fräulein Ehrlich. Und eben bei Henriette Benario, Von-der-Tann-Str. 29. In den Adressbüchern, 1937-38 und 1939-40, sind nur ihr erster und letzter Wohnort vermerkt. Wo sie in den nicht dokumentierten Zeiten bis zur Deportation gewohnt hat, ist aus
den Unterlagen im Stadtarchiv nicht zu erkennen. Sie war vermutlich ohne Arbeit und immer auf die Unterstützung anderer jüdischer Familien für Unterkunft und Geld angewiesen, so dass sie ein stetiges Wanderleben
führen musste.
für ein paar Tage oder eine Woche. Belegt ist Von-der-Tann-Str. 1 im 3. Stock bei Hirschfeld. Oder Fröhliche Türkenstr. 5, 1. Stock bei Weißmann. Oder Untere Bachgasse 12-14, 1. Stock bei Fräulein Ehrlich. Und eben bei Henriette Benario, Von-der-Tann-Str. 29. In den Adressbüchern, 1937-38 und 1939-40, sind nur ihr erster und letzter Wohnort vermerkt. Wo sie in den nicht dokumentierten Zeiten bis zur Deportation gewohnt hat, ist aus
den Unterlagen im Stadtarchiv nicht zu erkennen. Sie war vermutlich ohne Arbeit und immer auf die Unterstützung anderer jüdischer Familien für Unterkunft und Geld angewiesen, so dass sie ein stetiges Wanderleben
führen musste.
Mit dem Transport am 2. April 1942 wurde Jeanette Bomeisl im Alter von 49 Jahren und zusammen mit vielen weiteren jüdischen Bürgern in Regensburg nach Piaski (Polen) deportiert und vermutlich im Konzentrationslager Sobibor ermordet.
Im Stadtarchiv in Regensburg ist als letzter Eintrag vermerkt: „Unbekannt verzogen, vermutlich 1944“.